Caramel Taja Story

Als ich mich für einen weiteren Hund entschieden habe, began die Qual der Ausswahl einer Hunderasse. 

Ich wollte: 

o Unbedingt eine kurzhaarige Hündin haben – die Haarpflege sollte minimal bzw leicht sein, genauer gesagt ohne obligatorische Haarpflege, nur sauber halten. Die Wohnung sollte frei von Hundehaaren bleiben. Keine Speichel und ohne Hundegeruch!

o Ich wollte eine mittelgroße sportliche und muskulöse Hündin mit ausgeglichenen Temperament. Die Hündin sollte in der Wohnung und im Auto wenig Platz einnehmen und für unseren Haushalt nicht beschwerlich sein. Sie muss dessweiteren auch kerngesund sein. Ich beabsichtigte mit diesem Hund ohne Leine im Park in Begleitung unseres Amerikanischen Staffordshireterrierrüden spazierenzugehen. Dafür brauchte ich eine höfliche Hündin, die nicht stark zieht, mich nicht umwirft, nicht agressiv ist, d.h. ich brauchte eine intelligente Gefährtin, einen Companion Hund.

Und das wichtigste, 

o Ein ausgeprägtes besonderes Äussere. Die Ästhetik bzw Extravaganz ist für mich von Bedeutung. 
Es gibt Rassenhunde, die wie Hofhunde oder Mischlinge aussehen. Und es gibt Rassenhunde, über die sogar ein Nichtfachman keine abfälligen Aussagen wie “ein Mischling oder Hofhund “äussert. Zu den letzt erwähnten Hunden mit markannter Allgemeinerscheinung, auffallender Grazie, wunderbaren Augen gehört der Thairidgeback. 

o Wesentlich war auch für mich, daß diese Hunde nur einmal pro Jahr läufig sind, da ich zu Hause 2 Rüden hatte (einen Amstaff und einen alten Mops). So wollte ich alle Unbequemlichkeiten, die durch die Haltung von zwei Rüden und einer Hündin in einer Wohnung auftreten, verringern.

Jetzt kann ich mich überhaupt nicht erinnern, wie ich im Internet auf Thairidgeback gekommen war. Über meine Pläne sagte ich meinem Mann kein Wort, damit mein Vorhaben nicht scheiterte. Ich erschreckte jedoch meine Familie mit der Aussage einen Greyhound oder einen russischen Barsoi ins Haus zu bringen (das ist mein sehnlichster Wunsch, ich befürchte jedoch aus mehreren Gründen nicht erfüllbar). 
Die im Internet gefundenen Thairidgebacks gefielen mir durch ihre Kräftigkeit und unaussprechliche Eleganz. Es gab Welpen in Czechia und in Finnland. 

Ich wollte:

eine Hündin, um die eventuellen Konflikte mit Amstaff zu vermeiden. 
Und unbedingt rot oder goldenfarben. Bei dieser Fellfarbe sind meiner Meinung nach die Augen besonders ausdrucksvoll. Gold und Rot passen auch zu meiner Wohnung und zum Amstaff (brindle) sehr gut. 

Kurz gesagt, meine Wahl war Caramel Thai Bellijess – rotgoldfarbene Hündin mit dunkler Mask. Ihre Mutter Basilica hat mich auch bezaubert > siehe Foto. Als die Züchterin aus Tschechien Kamila Vidova (Zlamalova) mir Tajas Welpenfotos sendete und ich den nachdenklichen Blick dieser Caramelschönheit sah, neigte mein Herz zu ihr. Jedoch schon damals fiel mir trotz ihres sanften Ausdruck eine gewisse übermütige Spitzbübigkeit auf. 

- Sie hat einen Schalk im Blick und ein Teufelchen im Leib -

(Erinnert mich an ein Lied aus der Operette von Imre Kalman „Csardasfurstin“) 


Dieses Teufelchen lies Taja einige unten beschriebenen Dinge anrichten. Heute darf ich glücklicherweise bestätigen, daß sie sich jetzt nach 2 Jahren gut benimmt und nichts mehr zu Hause beschädigt. 

Über den Namen des Neulings habe ich nicht lange nachgedacht: Taika oder Taja – hier hört man ihre Herkunft, Thailand und das russische Wort Taina (Geheimnis, Unbekanntes), da diese Hunderasse noch sehr selten ist. Und es gibt in diesem russischen Wort noch was sanftes, tauendes und geheimes. Es gibt einen russischen Frauennamen Taisia mit dem Rufnamen Taja, таять tajat bedeutet im Russiscehn tauen – Eis taut – Merkmal des kommenden Frülings. Und ihr Zuchtname Caramel brachte noch mehr Charm. Caramelfarbenes samtiges Fell, dunkle Mask, bezaubernder Blick – und 

Mit meinem Sohn flog ich nach Czechia, um unsere Schönheit abzuholen. Wir übernahmen Taja als sie 3,5 Monate alt war. Die Züchterin Kamila Zlamalova wohnte in einem Landhaus mit einem großen Garten. Als wir kamen, sahen wir Tajas Brüder aus vorigem Wurf. Er bewachte sein Haus und sah sehr kräftig, streng und drohend aus. Tajas Mutter im Gegenteil war fein und elegant. 
Auf der Rückreise im Zug (wir haben Taja in Ostrawa abgeholt, dann Prag besichtigt und danach zurück nach Moskau) machte es sich Tajetschka im Sessel bequem und wunderte uns mit ihrer ruhigen Haltung. Mein Sohn hat ihr mehr gefallen. Deswegen hat sie sich sein Bett ausgesucht und benahm sich wie eine kleine Prinzessin. In der Nacht vor unserer Abreise hat die Prinzessin Dimas (Sohn) Bettbezug und die Bettlacke gefressen, was uns 20 Euro kostete. 

Dann der Flug (Taja flug alleine im Gitter), aufregendes Warten: wird es ihr nicht kalt sein?... Und empörtes Gesicht meines Ehemannes: Wie so?! Warum ohne vorherige Absprache?! 

Unsere Hunde waren durch Tajas Erscheinen angenehm begeistert und waren hoffnungsvoll: in ihre Rüdengesellschaft kommt eine Dame ... Taja machte aber auf ihre aufdringlichen Ausdrücke ihrer Begeisterung ein drohendes Gesicht und knurrte so das sogar wir Angst bekamen. Auch wir verstanden, daß es kein saftes Wesen ist. Abgesehen vom äußeren Zartheit neigte Taja zum Leadership und benahm sich als Lady Boss. Mit Mops (erster Rüde) war es nicht kompliziert: er war alt, kränklich, weise und es reichte nur ihn bisschen am Widerrist zu schütteln um ihren Vorrang zu beweisen. Mit Amstaff (zweiter Rüde) war es nicht so leicht und lokale Kämpfe waren ziemlich straff. Amstaff duldete die Mißachtung seitens Taja lange. Sie versuchte, ihn in nicht in die Küche reinzulassen, bei der Begrüssung des Herrchen und Frauchen wegzudrängen und ihn aus unserem Bett wegzujagen. Einmal hat er ihr eins aufgemessen. Diese Lehre reichte nur für kurze Zeit. Beide haben einander mit Narben geschmückt und letzten Endes verstanden sie, wie man einander respektvoll behandeln muß. Sehr gut wirkte dabei eine alte Methode der Klärung der Rudelbeziehungen: im Konflikt nie versuchen zu klären, wer recht hat und wer den Konflikt begann, sondern sofort ALLE Teilnehmer zu bestrafen. Jetzt wenn der Konflikt beginnt (selbstverständlich durch Taja angestiftet) brauche ich nur das Zimmer zu betreten und grausam zu fragen „Was ist?“ – und alles versteckt sich im Nu. Wenn ich mit Taja von einer Show heimkehte, wo Taja von vielen Leuten verschmust und von vielen Hunden beleckt wurde, betrat sie die Wohnung und guckte auf Amstaff als ob sie sagen wollte: „Bist du noch hier?!!)

Die Stadt Moskau ist Taja sofort mißgefallen. Anstatt eines hübschen Landhauses mit großem Garten landete sie in einem großen Mehrfamilienhaus. Aus dem Treppenhaus rannten fremde Leute, die Türen knallten und grosse Autos fuhren daneben auf den Strassen. Einmal schnallte sich der Leinenhacken los, und Taja lief mir weg. Zuerst die 4-Spurstraße entlang, danach durch die Mitte zwischen den Autos lavierend. Hinter ihr rannte ich. Es war Mitte März, und am Vorabend hat es viel geschneit. Die Autos fuhren zwar nicht schnell, aber sehr dicht hinter einander. Taja flimmerte zwischen den Autos, weichte leicht den Autos aus, indem sie fehlerlos die sichere Spur wählte. Sie flüchtete vor mir als ich hinter ihr war. Dann huschte sie mir weg, entlang der Straße, Garagen, Werkstätten und Lagerhäusern hinter denen der Ismailowo Park begann. Sie war nicht mehr zu sehen. Auf dem frisch gefallenen Schnee waren nur ihre kleine Spuren... Diese Spuren führten mich zum Gitterstaun. Der Schnee war tief. Glücklicherweise hatte ich meinen kurzen Pelzmantel an. Das Zaun war cirka 2 Meter hoch. Hinter ihm Schneehaufen und eine dünne Spur von Tajas. Ich kletterte hinüber!!! Kann nicht sagen, daß es mir leicht viel. Ganz oben auf dem Zaun balancierend guckte ich runter und dachte traurig: Und wenn unter dem Schnee noch der Schrott ist?! .Ich fiel bis zum Gürtel in den Schnee, kroch auf dem Bauch bis zur einer Stelle wo der Schnee fester war und ich aufstehen und gehen konnte. Weiter begann ein steiler Eisenbahndamm. Ich ging noch einige Meter weiter und sah die ausgebrochene Taja, die im Schnee eingesunken war. Sie war erschöpft und kraftlos. Ich war mir sicher, dass Sie sich in diesem Moment an ihr früheres Zuhause erinnerte: Bäume, Gebüsch, Zaun. Als sie mich sah, fletschte sie die Zähne. Ich nahm sie wiederum an die Leine. Ich war schrecklich müde, meine Stiefel voll vom Schnee. Wir waren auf dem hohen Eisenbahndamm, keinen Abstieg, keine Treppe runter. Ich mußte mich hinsetzen und auf dem Po runterfahren mit Taja auf den Knien. Ich kam nach Hause schwach vor physischen und geistlichen Überspannung (während der Suche dachte ich: „Was sage ich zu Hause und im Büro? Daß ich aus Tschechien einen Hund brachte und ihn verloren hatte!?“). Rot, schwitzend und im Schnee kam ich heim. Als mein Sohn mir die Tür aufmachte, sagte er zu mir: „Hallo, Mama, bist du gerodelt?“ Ich brach in Tränen aus. Später brach Taha noch ein mal bei uns im Hof aus. Wir fanden sie neben dem Kindergarten – das war ein kleines Gebäude mit dem Garten, vom Zaun umgeben. Taja hat das umzaunte Gelände überhaupt sehr gerne, offensichtlich erinnert das sie an ihr früheres Zuhause. Die Großstadt, Menschen- und Automassen mag Taja bis dato nicht. Sie kann nicht verstehen, warum anstatt im Ismailowo Park zu spazieren, gehen wir durch die lärmigen Straßen. Warum statt die Zeit auf unserer kleinen Datscha mit einem großen Garten, riesigen Weisen und Wäldern zu verbringen, kehren wir nach Moskau zurück. Und protestiert stets, wenn wir die falsche Richtung fahren. Auf die Datscha läuft sie stets vorne, zurück trabt sie hinterher.. Sobald sie bemerkt, daß wir uns einpacken, geht sie ins Hinterzimmer, guckt traurig und will nicht ins Auto einsteigen.

Von den ersten Tagen in unserem Haus zeigte Taja großes Interesse an die Technik: sie hat drei Handies meines Sohnes (nach einander) kaputtgefressen: er lies sein Handy in verschiedensten Plätzen liegen. Dann hat sie noch das Festnetztelefon zerlegt. Den Fernsehpult mußten wir auch neu kaufen. Taja versuchte lange und hartnäckig meinen Männern Ordnug beizubringen: zernagt wurden ihre Schuhe und Hauspantoffeln, die sie demonstrativ überall wo nur möglich auszogen. 
Die Apotheose waren 10 zerrissene Humussäcke je 10 kg, gekauft für die Datscha. Alle 100 kg wurden in der Wohnung gleichmassig verstreut... .Taja hat mit einem gewissen Gefühl viel Unfug getrieben. Dann widerum es sehr bedauert, komisch die Ohren gedrückt und mit ihrem Äußeren vorgeführt, wie sehr sie darüber bekümmert ist. Taja war schlau und zielbewußt: nie hat sich unser Amstaff an Futtersack in der Küche vergriffen. Taja hat im Sack ein Loch gemacht. Das Futter wurde von allen drei Hunden gefressen. Daraus resultieren sich Kotthaufen zu Hause (wir spazieren mit den Hunden zweimal pro Tag). Das Loch wurde nicht sofort entdeckt. Die Herkunft der Haufen sollte noch bestimmt werden. Auf meine strenge Frage „Wer hat das gemacht?“ antwortete der Staff mit einem unschuldigen Blick, obwohl er schuldig war, Taja hat sich geschämt, verlegen die Ohren zurückgelegt und weggeblickt – so war sie über Juzztins Unfug betrübt. Versehensweise wurde sie sogar einmal mit der Zeitung geschlagen.

Durch Tajas Spielen mit Amstaff fielen Stühle und Vasen runter.

Jetzt ist alles ruhig. Taja ist fast 2 Jahre alt, ist vernünftig und benimmt sich zu hause und draußen ganz gut. Ihr stürmisches Temperament läßt sie im Park raus, indem sie mit den Hunden spielt (ihr Lieblingsspiel ist rennen, jagen – Greifspiel) oder die obdachlose Hundemeute reizt. Zuerst jagt Taja den Pariahund, der am Rande der ganzen Bande lebt, danach jagt die Meute hinter Taja, die glücklich wegrast. Als ich das zum ersten Mal sah, dachte ich, ich bringe nur rotes zerrissenes Fell heim. Aber Taja rennt sehr schnell und sie war imstande sich mutig zu verteidigen. Einmal reizte sie wie üblich die Hundemeute, rannte weg, hatte jedoch 2 hinter einem Gebüsch liegenden Hunde nicht bemerkt. Diese schnitten Taja den Weg ab – und fünf Hunde stürzten auf Taja. Ich rannte mit Amstaff zur Hilfe mit allen meinen Kräften. Ich dachte dabei traurig, daß ich mich einmischen und in diesen beißenden Haufen mit allen sich daraus ergebenden Folgen rechnen muß. Als wir dort waren, sah ich, daß Taja alle Angreifer unversehrt verjagt hatte (stellenweise nur bißchen Fell verloren). Sie fletschte die Zähne und zeigte, daß sie ihr Leben und ihr Fell nich so einfach nicht verkauft. Dabei ist Taja ein sehr vernünftiges und vorsichtiges Wesen. Sie schätzt immer richtig ihre eigenen und fremden Möglichkeiten ein und im Notfall kann sie schnell vor einem agressiven Hund weglaufen. Und der arme Mops konnte nur auf meine Hilfe rechnen. 

Tajas Lieblingsaktivität ist rennen. Wenn ein Hund nicht mitmachen will, beißt ihn Taja in die Pfoten. Der Hund wird böse und läuft hinter ihr. Taja ist glücklich. Dann wiederholt sich alles. Einige Hunde und ihre Herrchen waren sehr unzufrieden.

Die zweite Tajas Lieblingsbeschäftigung ist das Tierreich zu betrachten: Käfer, Raupen, Grashüpfer, Ameisen, Frösche u.a. Sie streift stundenlang entlang unseres zugewachsenen Datschazaunes umher, scharrt, jagt Mäuse und Grashüpfer. Oder verfolgt Mäuse- und Eichhörnchenspuren.

Die dritte Tajas Lieblingsbeschäftigung ist scharren und Mäuse fangen. 

Der Jagdtrieb bei Thairidgebacks ist stark ausgeprägt. Deswegen gehen sie im Park oder im Walde weit weg. Das ist klar, sonst gäbe es keine Jagd. Doch diese Neigung zum selbständigen Spaziergang nervt ihre Mutterchen sehr. Oft beim Parkbetreten lese ich in Tajas sanften Augen ab: „Na, ich gehe schon...“ Strenger Zuruf hat keinen Erfolg: die Thairidgebacks dulden keine Grobheiten. Es hilft dabei die Wurst guter Qualität (Taja frißt wenig, ist aber sehr wählerisch), besser Erzeugnisse der Wurstfabrik Welcom (ohne Sojabohnen) und zärtliche Zureden alleine nicht spazierenzugehen. Taja mag ihre Unanhängigkeit zu betonen: aufgeregt rufe ich sie heran. Taja kommt nicht. Sie steht hinter dem Gebüsch 2 Meter weit von mir und verzieht keine Miene. 

Im Thailand wurden diese Hunde als Jagdhunde gebraucht. Dem Anschein nach hat der Thairidgeback wie andere tropischen Hunde ihre Beute gefangen, aber nicht getötet, sondern die Beute gehalten bzw dem Herrchen gegeben. Der Mensch entschied selbst, wann die Beute zu essen ist, weil sich die Trophäe in diesem warmen und feuchten Klima schnell verdirbt. Ihren Jagttrieb hat Taja auch zu Hause realisiert: sie hat unseren Greypapagai im Fluge gefangen und mir gebracht. Der Papagai war dadurch nicht geschockt, denn aus mehreren Gründen zugt er die Hundegesellschaft den Menschen bevor. Mir wurde schlecht, als ich den Papagai in Tajas Zähnen sah. Taja hat den Papagai sehr delikat gefangen. Es gab keine Verletzungen. Nach einem Erziehungsvorgang passierte so was nicht mehr. Taja hat auch ein Eichhörnchen im Ismailowo Walde gefangen und mir gebracht. Vorher hat Taja in meisterhafter Weise die Spuren entwirrt. Im Hof jagd Taja Katzen und Ratten. Sehr genervt habe ich auch im Frühling, als im Park die Zugvögel zur Übernachtung und Ausruhen landeten. Taja stöberte wie verrückte den Wald in der Suche nach Beute durch. Einige Tage gingen wir nur an der Leine spazieren. 

Taja hat viele Katzenzüge: sie mag mit einem kleinen Ball oder Stein zu spielen, wie die Katze mit der Maus. Taja hält ihre Vorderpfoten wie Fangheuschrecken. Sie versteckt sehr komisch ihr niedliches Frätzehen mit ihren langen Fingern. Mit diesen langen Spinnenpfoten öffnet Taja geschickt geschlossene Türen: sie drückt auf den Türgriff. Sie öffnet sogar die Türen mit runden Griffen!

Taja mag Komfort und Wärme, d.h. unser Bett und unsere Sessel. Und sie badet überhaupt nicht! Pfützen umgeht sie sorgfältig darum kommt sie sehr sauber heim.

Taja lernt aber nur wenn sie will. Manchmal ist sie Ziegenstur. Kann auf Leckerfutter verzichten nach dem Motto “Du braucht mir nichts zu geben, und ich brauche Dir nichts zu machen“. Dabei eignet sie sich die Kommandos sehr schnell an. Leider erfüllt sie diese nicht immer...

Nur Liebkosung und positive Emotionen lassen sie Befehle ausfüllen. Taja ist zu den guten Worten sehr empfindsam. Und sehr liebevoll zu den Familienmitgliedern. Den Fremden gegenüber benimmt sie sich zurückhaltend. Wenn der Fremde zu uns kommt, bellt sie ihn zuerst an, früher versuchte sie auch zu beißen, das haben wir ihr jedoch abgewöhnt. Der Amstaff und Mops stürzen z.B. auf alle Fremden mit Freude, als ob es beste Freunde der Familie sind. Taja begrüßt die ihr schon bekannte Gäste sehr reserviert und zeigt immer vor, wer hier Fremder ist. Sie erfüllt auch keine Befehle von Fremden. 

Unsere Taja ist launisch und kokett. Nie strebt sie habgierig zu ihrer Schüssel wie unsere anderen Hunde. Zuerst überlegt sie lange, ob es zu essen ist und ob es nichts anderes angeboten wird, riecht zuerst, atmet tief und probiert erst ein bisschen. Danach frisst sie ihr Fressen ohne Eile und benötigt dafür cirka eine Viertelstunde. Leider mag sie auch Müll und Mist zu fressen, jedoch ist bereit, den gefundenen Dreck gegen eine Leckerei aus der Tasche des Frauchen einzutauschen. 

Wir nennen sie zu Hause unsere Prinzessin, freilich sprechen wir diesen Namen immer mit verschiedenen Schattierungen aus. 

Ich habe Tajas Story lange geschrieben: jetzt ist sie 2 Jahre alt. Taja rennt jetzt nicht mehr hinter den Hunden her, obwohl sie immer noch gerne mit ihnen spielt. Ihr Lieblingsspiel war und bleiben Greifspiele. Taja ist sehr lieb und dabei nicht aufdränglich. Sie mag es dicht an uns oder an einem unserer besonders für sie sympathischen Besucher mit ihrem Körper zu drücken, ihre kalte feuchte Nase in die Hand zustecken und erstarren... 

In diesem Herbst wollen wir mit Agility versuchen. Tajas Vater Filou macht große Erfolge dabei und tanzt auch!!! Ich hoffe, daß ich noch weitere feine Seiten in Tajas Story schreiben werde. 

Herbst 2006

Unsere Agility Stunden haben wir auf eine spätere Zeit verschoben: Taja bekommt bald ihre ersten Welpen.
Hier sind einige Fotos ihres Ehemannes World Champion und Champion mehrerer Länder 
P.A.T.Jaded.
Zu Hause (er wohnt bei Tatiana Soboleva, Kennel Midnight Music) nennt man ihn RADSHA.
Mai 2007 

Es ist die Zeit gekommen, eine neue Seite in Tajas Geschichte hineinzuschreiben:

Unsere Welpen, erster Wurf

Die Welpen wurden am 4.Dezember 2006 in der Nacht geboren. Es waren acht, obwohl der Tierarzt nach der Ultraschalluntersuchung 5-6 versprochen hatte, jedoch sollte einer sehr groß sein.
Für Taja haben wir eine Babyecke vorbereitet: ein Teil unseres Wohnzimmers (damit die Kleinen sich an den Lärm, die Musik, den TV und das wichtigste an unsere Gäste gewöhnen) war durch eine 60 cm hohe Trennwand getrennt. Neben dieser Babyecke befand sich der Papageienkäfig.

Welpen und Rümotschka 

Unser Papageienweibchen Rümotschka war tief erschüttert: sie schlief unter ihrer Decke und sobald sie das Piepsen der neugeborenen Welpen hörte, begann sie zu antworten!!! Anscheinend kamen ihr die Welpenlauten bekannt vor. Nachdem die Decke weg war und Rümotschka Taja und die Kleinen sah, setzte sie sich auf den danebenstehenden Sessel und betrachtete die Zwerge mit einem Auge und danach mit dem anderen überraschend. Wenn Taja weg war, stieg sie hinunter zu den Welpen und probierte sie vorsichtig mit ihrem Schnabel. Ihre ganze Zeit im Freien verbrachte Rümotschka neben den Welpen. Als die Welpen ihre Augen aufmachten und zu kriechen begannen, war sie immer daneben, hat mit den Zwergen aus einer Schüssel gegessen und sah sehr zufrieden aus: endlich war eine Gesellschaft da, welche sie nach Herzenslust kommandieren konnte. Jedoch dauerte dieses Idylle nicht lange: schon nach 3 Wochen jagten die Welpen das Papagaeienweibchen. Sie musste desshalb widerwillig auf ihr Gitter hinauf steigen, wo sie sich in Sicherheit fühlte.